Alten Obstsorten auf der Spur

Apfelbaum (Foto: O. Gellißen)
Apfelbaum (Foto: O. Gellißen)

Vielen Obstwieseneigentümern sind die Sorten ihrer Altbäume leider nicht mehr bekannt. Katharina Tumbrinck ist für den NABU auf der Suche nach regionalen Schätzen.

Sie haben sehr verschiedene Farben, Formen und Größen, entsprechen selten den üblichen Handelsklassen und man kann sie kaum noch kaufen: lokale und regionale Obstsorten, von denen es oft nur noch kleine Bestände gibt. Die NABU-Naturschutzstation Haus Wildenrath versucht seit einigen Jahren, regionaltypische, alte Sorten aufzuspüren, was gar nicht so leicht ist, denn ein und dieselbe Sorte kann bis zu 15 verschiedene Namen tragen!
Über 50 Apfelsorten, einige Birnensorten, einzelne Kirsch-, Pflaumen- und Pfirsichsorten konnten in den letzten Jahren am Niederrhein bereits identifiziert werden. Aber auf den Obstwiesen und in den Hausgärten haben sich vermutlich noch 300 bis 500 verschiedene Obstsorten versteckt! Neben bekannteren Apfelsorten wie der Roten Sternrenette, dem Schönen von Boskoop oder der Rheinischen Schafsnase sind im Rheinland auch Lokalsorten wie das Rote und Weiße Seidenhemdchen, Ernst Bosch oder die Dyker Schmalzbirne zu finden.

Altes Wissen verschollen
Vieles, was in früheren Jahrzehnten an Kenntnissen und Namen noch bekannt war, muss nun häufig erst wieder Stück für Stück zusammengetragen werden. Auch Rezepte und Eigenheiten der Sorten: Welche Sorte eignet sich am besten für was? Wo stehen Apfel-, Birnen-, Kirsch-, Pflaumen- und Pfirsichbäume mit welchen Sorten? Hier kann die Bevölkerung wertvolle Hilfe leisten. Wer noch weiß, welche Sorten sich auf seiner Obstwiese oder im Hausgarten befinden, melde sich doch bitte bei der NABU-Naturschutzstation.

Sorten erhalten
Ein paar junge Triebe dieser alten Bäume genügen, um durch Veredlung neue Jungbäume zu ziehen. So versucht der NABU, eine fast vergessene Sortenvielfalt zu bewahren, denn in den nächsten Jahren soll eine Hochstamm-Obstwiese mit den typischen Sorten des Niederrheins angelegt werden. Nicht zuletzt, um die genetische Vielfalt zu erhalten.

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