Regenerative Energien im Kreis Heinsberg

Die Energiewende ist beschlossen. Eine Abkehr von fossilen Energieträgern ist zum Schutz des Klimas und zur Minderung des schon eingesetzten Klima­wandels dringend notwendig. Wo steht dort der Kreis Heinsberg? Wie viel Energie benötigen wir und wie viel Energie wird bei uns bereits aus regenerativen Energie­quellen er­zeugt? Michael Straube berichtet.

 

Energieverbrauch

Energie hat viele Formen: Wärmeenergie, elektrische Energie und chemische Ener­gie sind im Zusammenhang mit der Energieerzeugung wohl die Wichtigsten. In diesem Artikel soll es vor allem um elektrische Energie gehen, die für den modernen und bequemen Menschen immer bedeutender wird. Daneben benötigen wir natürlich Wärmeenergie zum Heizen. Sie wird vornehmlich aus fossilen Quellen wie Erdöl und Erdgas gewonnen, in den letz­ten Jahren zunehmen auch aus Holz. Das immer noch mit zweifelhaften Anzeigen und Flyern beworbene Heizen mit Strom ist dagegen reine Ener­gieverschwendung. Fast 2/3 der Energie geht bei der Ge­winnung von Strom aus Braun­kohle verloren, bei modernen Kraftwerken etwas weniger. Eine weitere Wärme­quelle, etwas in Hückelhoven, ist Fernwärme. Durch Gewinnung von Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung) kann Ener­gie aus Biomasse und fossilen Energieträgern weitaus effizienter gewonnen werden. Energie benötigen wir aber auch anderswo, dort, wo es kaum auffällt: in allem, was wir kaufen, nutzen und wegwerfen steckt jede Menge Energie, die zur Förderung und Aufberei­tung von Rohstoffen (Bsp. Elektrolyse von Bauxit für Alu­minium), für den Transport (die berüchtigten 2.000 km eines Joghurtbechers), gebraucht wird. Sogar in Trinkwasser steckt Energie für Förderung, Reini­gung und Transport zu unserem Wasserhahn, ca. x km/m³. Daher müssen wir beim Thema Energiesparen nicht nur an Strom denken sondern an alle Güter, die wir konsumieren. Was noch in der Auf­stellung zum Energieverbrauch fehlt, ist unsere Mobilität. Fahrten mit dem Auto, aber auch mit Bus und Bahn, kosten Geld und ein Teil davon geht in die Kraft­stoffe. Besonders viel Energie kosten bekanntlich Flüge. Alle Fortschritten zu Trotz produ­ziert der Flugver­kehr immer mehr Kohlendioxid. Der Kero­sinverbrauch pro Flug­gastkilo-meter sinkt zwar, die steigende Zahl von Flugzeugen frisst diese Ersparnis aber wieder auf.

 

 

Regenerative Energien im Kreis Heinsberg

 

Windenergie

Windenergie wird im Kreis Heinsberg seit den 90er Jahren in großem Umfang produziert. Neben anderen regenerativen Energiequellen steht auch der Windenergie ein weiterer Aus­bau bevor. Bislang drehen sich 125 Windräder (Windenergie­anlagen, WEA) im Kreis Heins­berg, 7 weitere Anlagen sind genehmigt, künftig dürften noch einige dazu kommen. Die aktuelle Zahl pro Kommune liegt zwischen einer WEA in Wassenberg und 27 Anlagen in Erkelenz. Kleinwindanlagen, von sich denen im Kreis Heins­berg inzwischen ein paar drehen, u.a. auf Dächern der Firmen Alliander und Hohnen in Heinsberg, sind nicht berück­sichtigt. WEA tragen einen Großteil zur im Kreis Heinsberg erzeugten regenerativen Ener­gie bei. In Waldfeucht kann - theoretisch - bereits heute fast der gesamte Strom­verbrauch auf Gemeindeebene von Wind­rädern erzeugt werden (98 % im Jahr 2011), in Gangelt 51 %, kreisweit immerhin 14 %.

 

Bundesweit stammten 2011 etwa 7,8 % des Stroms aus Windenergie, in NRW waren es etwa 4 %. Gerade bei Wind besteht aber das Problem, dass er nicht durchgängig weht und nicht unbedingt zu den Hauptverbrauchszeiten, in ein­zelnen Jahren auch deutlich unterschiedlich stark. Daher werden zu Starkwirkzeiten oft Windräder abgestellt, wenn der Stromverbrauch zu niedrig ist oder Durchleitungskapazitäten fehlen.  Aktuell wird dies bei den so genannten Offshore-Parks in Nord- und Ostsee akut, da in mehreren Fällen die Strom­leitungen ans Festland noch nicht fertiggestellt wurden. Zahlen darf dies nach einem neuen Gesetz - der Ver­braucher! Damit zahlen wir Verbraucher Milliarden € für eklatante Planungsfehler. Aber auch 2011 standen schon viele Windparks v.a. in Nord­deutschland und in den neuen Bundesländern still, da sowohl die Hochspannungsnetze als auch lokale Verteilernetze die großen Strommengen bei starken Winden nicht auf­nehmen konnten. Die Verluste betrugen 2011 ca. 407 GWh (18-35 Millionen €). Damit hätte man mehr als 100.000 Haus­halte ein Jahr lang mit Strom versorgen können.

Wir benötigen daher effektive Speicher für Strom aus regenerativen Energien, der nicht sofort verbraucht wird. Dafür gibt es mehrere Möglich­keiten: Speicherseen, wie wir sie aus den Alpen kennen sind derzeit u.a. am Rursee in Planung, alternativ alte Berg­werke, die man tagsüber flutet und nachts bei wenig Strom­verbrauch wieder leer pumpt. Eine exotisch anmutende Lösung, die bereits von einem Schüler in einer Facharbeit untersucht wurde, wäre es, auf Braunkohle- oder anderen Halden Speicherseen anzu­legen. Die Höhendifferenz zwischen der Sophienhöhe und dem Boden des Tagebaus in Hambach beträgt fast 600 m, so dass hier ein Speicherkraft­werk durchaus möglich wäre. Am Rursee würde die Fallhöhe nur 240 m betragen. Die Her­stellung eines Speichersees auf der inzwischen begrünten, rekultivierten Halde und als Naherholungsgebiet genutzten Halde würde aber vermutlich breite Widerstände hervorrufen. Andere angedachte Speicher sind die Akkus von Elektro­autos. So könnten 100.000 Autoakkus dieselbe Energie speichern, wie ein großes Pumpspeicherwerk. Ohne eine starke Zunahme von Elektro­autos ist dies freilich nicht möglich. Realistischer scheint daher Windgas oder EE-Gas: Wasserstoff, der durch Elektrolyse aus über­schüssigem Strom und Wasser hergestellt wird. Im Gegensatz zu Strom lässt sich Wasserstoff gut speichern. Für Speicherung und Transport kann nämlich das gut ausgebaute Erdgas­netz mit seinen riesigen Speichern verwendet werden. Es ist auch kein großes Problem, es dem vorhandenen Erdgas beizumischen, wie es ja auch schon mit Gas aus Bio­gasanlagen geschieht.

 

 

Windräder (Foto: M. Straube)
Windräder (Foto: M. Straube)

Ausbau der Windenergie

Derzeit (Dez. 2012) gibt es allerorten Planungen zum weiteren Ausbau der Windenergie. Als Argument wird vor allem der Klimawandel angeführt. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Natürlich benötigen wir dringend mehr Strom aus regenerativen Energien als heute, um die begonnene Klimaerwärmung einigermaßen im Zaum zu halten. Es ist aber das Geld, das mit dem Wind verdient werden kann, welches Investoren in die Windenergie treibt.

 

Den Boden dafür bereiteten mehrere Änderungen auf Bundes- und Landesebene vor. So hat das Land NRW 2011 einen neuen Windenergieerlass herausgegeben, der den alten, schwarz-gelben Windenergie-Verhinderungs-Erlass abgelöst hat. Mit der Neufassung wird u.a. der Wald als möglicher Standort für WEA geöffnet, eine Öffnung, die vielen Natur- und Landschaftsschützern das Blut kochen lässt. Der NABU - Landesfachausschuss Fleder-mausschutz und der NABU Kreisverband Heinsberg lehnen die Aufstellung von WEA im Wald aufgrund der mangelnden Kenntnisse zu den Aus-wirkungen derzeit ab. Eine andere Entwicklung ist die Verteilung der Gewerbesteuer. Die Gewerbesteuer kommt i.d.R. denjenigen Kommunen zugute, in denen der Betreiber seinen Geschäftssitz hat. Und diese Standorte liegen bei vielen vorhandenen Windener-gieanlagen genauso wie bei der Braunkohle außerhalb des Kreises Heinsberg. Aufgrund einer Änderung der Verteilung der Gewerbesteuer fließt nun ein großer Teil dieser Abgabe an die Kommunen, in denen die WEA stehen. Und plötzlich werden überall neue Windvorrangzonen ausge-wiesen, nachdem viele Stadträte vorher doch eher gegen die Windenergie waren. Dazu kommt, dass viele Kommunen auch Flächen-besitzer sind und sich gerne eine weitere, sehr lukrative Einnahmequelle sichern wollen: pro WEA und Jahr werden bei neuen Anlagen im Kreis Heinsberg 40.000 € bezahlt. Anderswo soll es sogar noch mehr sein. Welcher Waldbesitzer will da noch mühsam den Forst beackern, wenn er mit Windenergie (und Erlösen aus der Jagd) viel mehr verdienen kann? Vorwerfen kann man es niemandem, wenn er viel Geld investiert, Wagnisse aufnimmt und dann eines Tages auch Gewinn machen kann. Man darf aber fragen, ob es eine so hohe, garantierte Vergütung für Windstrom geben muss. Ein Windparkentwickler garantierte seinen Anlegern gar 8 % Rendite im Jahr - davon kann man anderswo 2012 nur träumen. Inzwischen wurden diese Aussagen verboten. Aktuell verspricht der Windparkentwickler, der in Rheinland-Pfalz schon ganze Waldgebiete mit WEA gepflastert hat und auch in NRW aktiv sein soll, mindestens 6 % Rendite.

 

 

Bestehende und genehmigte WEA  im Kreis Heinsberg (Herbst 2012)
Bestehende und genehmigte WEA im Kreis Heinsberg (Herbst 2012)

Windpotentialstudie NRW

Das Land Nordrhein-Westfalen will die Energiewende und den Ausbau regenerativer Ener­gien. Daher hat das Landesamt für Naturschutz (LANUV) in den letzten Jahren eine Studie zum Stand und zu den Möglichkei­ten des Aus­baus der Wind­energie in NRW durchgeführt. Im Herbst 2012 wurde die Windpotentialstudie NRW vor­gestellt. Darin stellt das LANUV fest, dass es möglich ist, mit modernen Anlagen das politisch gesteckte Ziel von 15 % Strom aus Wind­energie (20,7 TWh/a) bis 2020 zu erreichen, ebenfalls die ge­forderten 28 TWh bis 2025.

 

Derzeit produzieren knapp 3.000 WEA in NRW ca. 5,5 TWh Strom. Künftig könnten 6.500 bis 11.500 Anlagen etwa 48-83 TWh Strom produzieren. Die notwendigen Flächen sehen LANUV und Landes­regierung in Nordrhein-West­falen als vorhanden an. Mit den modernen, bis zu 200 m hohen Anlagen lässt sich auch an Standorten wirtschaftlich Strom produzieren, wo dies bislang aufgrund der Windverhältnisse nicht möglich war. Auf einer Höhe von 135 m über Grund, der gängigen Nabenhöhe neuer Anlagen, herrschen im Kreis Heinsberg im Jahres­mittel weiträumig Windge­schwindigkeiten von mehr als 6,25 m/s.

 

Für die Steigerung der Strom­produktion auf das 4-5fache ist zum einen ein Zubau von Anlagen notwendig. Zum anderen sind moderne WEA weitaus leistungsfähiger als alte An­lagen. Dafür ist neben neuem Anlagendesign wie optimierten Rotorprofilen und Durch­messern von aktuell bis zu über 110 m vor allem aber die Höhe der Anlagen verantwortlich. In großen Höhen weht der Wind nicht nur stärker, sondern auch regel­mäßiger und weniger turbulent als nahe am Boden. Erst die große Höhe erlaubt auch Anlagen im Wald bzw. über Wäldern. Der mögliche Leistungssprung macht es so­gar wirtschaftlich, alte Anlagen vor dem Ende der geplanten Laufzeit abzubauen und durch stärkere Anlagen zu ersetzen. In Gangelt-Hahnbusch ist der­zeit ein Aus­tausch von 5 An­lagen mit 600 kW Leistung durch 2 bis 3 Anlagen mit 2 MW geplant. Dadurch steigt die installierte Leistung von 2,4 MW auf 4-6 MW. Ein 1-zu-1-Austausch mit der gleichen Zahl von Anlagen ist meist nicht möglich, da die neuen Anlagen größere Abstände untereinander und auch zu Schutzgütern wie Häusern erforderlich machen. Für den Kreis Heinsberg zeigt die Studie eine Steigerung der möglichen Stromversorgung aus Windenergie von derzeit 14 % bis auf etwa 100 %. In den meisten Kommunen liegt der mögliche Versorgungsgrad über 100 %, in Gangelt knapp über 200 %, in Waldfeucht und Selfkant bei über 250 %. Diese Gemeinden könnten also - zu­mindest theoretisch - nicht nur sich selbst sondern eine weitere kleine Kommune zu 100 % mit Windstrom versor­gen. In der Praxis wird der Zu­bau wohl niedriger aus­fallen. Die Windpotentialstudie NRW ist kostenlos auf den Seiten des LANUV herunterzuladen.

  

 

Schutz von Mensch + Natur 

Der Ausbau der Windenergie ist notwendig und er muss gerade in einem Flächenkreis wie dem Kreis Heinsberg möglich sein, um benachbarte Ballungsräume entlang der Rheinschiene und in Limburg mit sauberem Strom zu versorgen. Dabei sind aber selbstverständlich die Belange zum Schutz von Mensch und Natur zu beachten. Für den Schutz des Menschen existieren i.d.R. bewährte Regelwerke wie die TA Lärm, die die Belastung von Menschen durch technische Anlagen begrenzen. Für die Natur existieren solche Regelwerke mit festen Grenzwerten kaum. An WEA können v.a. Vögel und Fledermäuse zu Schaden kommen und sterben. Im Wald droht der Verlust von Niststätten und Quartierbäumen. Die Auswirkungen von WEA auf Vögel sind schon recht gut dokumentiert. Bei Fledermäusen hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass sie ebenfalls an WEA verunglücken können. Sie sterben nicht nur durch Kollisionen mit den (teilweise über 200 km/h schnellen) Rotorblättern sondern auch, wenn sie durch die Turbulenzen hinter den Rotoren fliegen. Dort herrschen starke Druckunterschiede, die zum Platzen der Lungen führen können. Eine bundesweite Studie des Bundesumweltministeriums (BMU) kam zum Ergebnis, dass an Windenergieanlagen in Deutschland im Durchschnitt mindestens 9 Tiere pro Jahr und Anlage sterben. Da dies Tiere sind, die nicht gleichzeitig im Verkehr oder durch andere Faktoren sterben, ist der Verlust trotz der scheinbar kleinen Zahl gravierend, auch aufgrund der mit 1-2 Jungen pro Weibchen und Jahr niedrigen Fortpflanzungsrate. Friedrich-Ebert-Str. 16-1852531 Übach-PalenbergTel: 02451 / 4834-0 Fax: 02451 / 4834-500 E-Mail: info@mobau-uebach.de Internet: www.mobau-uebach.de Öffnungszeiten: Baumarkt: Mo – Fr: 08:00 – 19:00 Uhr  Sa: 08:00 – 16:00 Uhr Baustofflager: Mo – Fr: 07:00 – 18:00 Uhr  Sa: 08:00 – 14:00 Uhr NABU-Naturblatt 2013, Seite 18 Bei fast 22.700 WEA in Deutschland (Stand Juni 2012) kommt mit über 200.000 getöteten Tieren auch eine nicht unerhebliche Zahl zusammen. Da es sich meist um ziehende Tiere handelt, sind dabei bei weitem nicht nur lokale Vorkommen betroffen. Viele der Tiere, die in Deutschland an WEA sterben, verbringen das Sommerhalbjahr in Nordosteuropa. Die einzige Lösung, Schäden von Fledermäusen auf ein erträgliches Maß zu senken (im Mittel weniger als ein getötetes Tier pro Jahr und Anlage), ist es die Anlagen in Nächten mit hoher Fledermausaktivität abzuschalten. Das führt natürlich zu Verlusten bei den Betreibern. Diese halten sich aber in Grenzen, fliegen Fledermäuse bei sehr niedrigen Temperaturen, Regen und starkem Wind sowie im Winter kaum. Und die windreichen Wetterlagen gerade im Herbst tragen zu einem Großteil des Ertrags bei, steigt der Energiegehalt des Windes doch mit der 3. Potenz der Geschwindigkeit. D.h. eine Verdopplung der Windgeschwindigkeit erhöht den Ertrag um den Faktor 8. Eine Abschaltung bei geringen Geschwindigkeiten und hoher Fledermausaktivität macht sich daher kaum bemerkbar. Die BMU-Studie geht von Verlusten von weit unter einem Prozent aus. Aktuelle Planungen In allen Kommunen im Kreis Heinsberg laufen derzeit Planungen zum Ausbau der Windenergie. Bereits genehmigt und im Bau sind Anlagen in GeilenkirchenTripsrath und in Geilenkirchen-Beeck. In den vorhandenen Windparks in Gangelt-Hahnbusch und Waldfeucht sollen alte Anlagen durch leistungsfähigere Anlage ersetzt werden, in WegbergPetersholz sollen Anlagen ergänzt und am Merbecker Busch gar ein neuer Windpark gebaut werden. Im benachbarten Mönchengladbach sind Windparks am Buchholzer Wald und am Hardter Wald geplant. Gerade Standort in Waldnähe stoßen bei Naturschützern aber auf Kritik. Daher lehnt der NABU einen Windpark im Birgelener Wald, einem wichtigen Naherholungsgebiet in der Nähe der Naturschutzgebiete Helpensteiner Bach und Schaagbach sowie in unmittelbarer Umgebung des niederländischen Nationalparks „De Meinweg“ ab. Neben ihrer Bedeutung für die Naherholung bildet dieser Wald eine der sehr wenigen großen Flächen im NABU-Naturblatt 2013, Seite 19 Kreis Heinsberg die nicht durch Straßen zerschnitten oder anderweitig belastet sind. Hier leben nicht nur viele seltene und besondere Vogelarten sondern es wurden auch fast alle im Kreis Heinsberg beobachteten Fledermausarten hier erfasst, darunter auch alle ziehenden Arten. Der Bau von Einzelanlagen ist übrigens kaum steuerbar. Wenn alle Vorschriften - inklusive des Artenschutzes - erfüllt werden, müssen WEA genehmigt werden. Steuern können die Kommunen (und nicht etwa Bund, Länder oder Kreise) den Ausbau durch die Ausweisung von Konzentrationsflächen für die Windkraft in den Flächennutzungsplänen. Die Pläne werden aber nach den Vorgaben der jeweiligen Räte erarbeitet und beschlossen. Sofern die Anlagen also auf Widerstand in der Bevölkerung stoßen, sollte dies vor Ort zum Ausdruck kommen. Der Einfluss der Bevölkerung verhinderte im Dezember 2012 in Wegberg bereits die Vorbereitung zur Änderung des Flächennutzungsplans für die größte geplante Biogasanlage in NRW.

 

Quellen + weitere Info`s 

www.fledermausschutz.de

www.wind-energie.de

www.energieatlasnrw.de

www.windkraft-in-mg.de 

 

Stromverbrauch und  regenerative Energien nach Kommune (Stand: 2011/2012, Energieatlas NRW, www.energieatlasnrw.de) 

Komm

une

Strom­ver­brauch (2011)

Summe regen. Energie (Anteil am Stromver­brauch)

Wind­räder

Installierte Leistung

Ertrag Wind­energie

Photovoltaikanlagen

Installierte Leistung

Ertrag Photo­voltaik

Bio­masse

Installierte Leistung

Ertrag Biomasse

Erkelenz

344 GWh/a

71,8 GWh/a

(20,9 %)

27

33,9 MW

59,3 GWh/a

626

11,5 MW

10,5 GWh/a

1

0,3 MW

2,0 GWh/a

Gangelt

90 GWh/a

69,6 GWh/a

(77,9 %)

inkl. Deponiegas

19

26,3 MW

46,0 GWh/a

415

7,5 MW

6,8 GWh/a

7

2,7 MW

16,8 GWh/a

Geilenkirchen

219 GWh/a

37,3 GWh/a

(17,1 %)

17

13,7 MW

23,9 GWh/a

604

11,3 MW

10,3 GWh/a

1

0,5 MW

3,1 GWh/a

Heins­berg

315 GWh/a

28,7 GWh/a

(9,1 %)

7

4,2 MW

7,4 GWh/a

850

15,9 MW

14,6 GWh/a

6

1,1 MW

6,7 GWh/a

Hückel­hoven

302 GWh/a

163,5 GWh/a

(54,1 %)

12

18,6 MW

32,6 GWh/a

424

7,7 MW

7,1 GWh/a

6

20 MW

123,8 GWh/a

Selfkant

79 GWh/a

18,5 GWh/a

(23,4 %)

6

8,2 MW

14,4 GWh/a

215

4,5 MW

4,1 GWh/a

0

0 MW

0 GWh/a

Übach-Palen­berg

191 GWh/a

20,3 GWh/a

(10,6%)

9

9,5 MW

16,6 GWh/a

189

4,0 MW

3,7 GWh/a

0

0 MW

0 GWh/a

Wald­feucht

70 GWh/a

72,4 GWh/a

(102,6%)

22

39 MW

68,3 GWh/a

243

4,4 MW

4,1 GWh/a

0

0 MW

0 GWh/a

Wassenberg

134 GWh/a

7,2 GWh/a

(7,4 %)

inkl. Deponiegas

1

0,8 MW

0,14 GWh/a

258

3,0 MW

2,7 GWh/a

1

0,7 MW

4,4 GWh/a

Weg­berg

224  GWh/a

21,3 GWh/a

(9,5 %)

5

7,5 MW

13,1 GWh/a

363

6,6 MW

6,1 GWh/a

1

0,3 MW

2,1 GWh/a

Kreis Heins­berg

1.969 GWa/h

511 GWh/a

(26,1 %)

125

161 MW

282 GWh/a

4.187

76,4 MW

70 GWh/a

23

25,7 MW

159 GWh/a

 

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