Agrogentechnik – eine Herausforderung

Im vorletzten NABU-Naturblatt hat Natascha Burmeister-Langen bereits das Thema Gentechnik aufgegriffen. Ist eine flächendeckende Verbreitung durch die Landwirtschaft noch zu verhindern?

ist deshalb so wichtig, weil jeder von uns tagtäglich - übers Essen - auf intimste Weise damit konfrontiert ist. Die große Mehrheit der Verbraucher möchte keine Gentechnik-Produkte auf dem Teller haben, und jeder hat das Recht, zu wissen und zu wählen, was er isst. Nach den jetzigen gesetzlichen Bestimmungen ist dies aber nicht wirklich der Fall, denn Produkte, die Bestandteile enthalten, die von mit Gentechnik gefütterten Tieren stammen, müssen nicht gekennzeichnet werden!

gemeinsam gegensteuern
Was mir essentiell erscheint, ist zu wissen, dass sowohl die konventionelle als auch die Bio-Landwirtschaft genau im selben Boot sitzen. Vielen ist dies noch nicht bewusst. Aber wo Gentechnik wächst, gibt es dann auch nur noch Gentechnik. In dem Film „David gegen Monsanto“ geht dies sehr klar hervor. Die Gen-Saatgutkonzerne (Bayer, Syngenta, Dupont,…) möchten mit aller Gewalt die Macht über die gesamte Nahrungsmittelproduktion übernehmen und sind mit ihren Methoden auch keineswegs zimperlich. Im Gegenteil: Unter dem Deckmäntelchen als Helfer gegen den Hunger in der Welt, operieren sie mit nur auf Profit ausgerichteten Methoden.

Unzählige indische Bauern z.B. sahen aus ihrer Verschuldung keinen anderen Ausweg, als sich das Leben zu nehmen. Vorher hatten sie sich beim Saatgutkonzern Monsanto hoch verschuldet. Doch die versprochenen Vorteile, wie Reduzierung des Pestizideinsatzes und gute Ernte blieben aus. Die Journalistin Marie-Monique Robin hat zu diesem Thema ein aufschlussreiches Buch verfasst. Längst sollte dieses Thema nicht mehr als Thema von einigen ökologisch orientierten Parteien und Vereinen angesehen werden, sondern vielmehr als eine generelle Weichenstellung auf allen Ebenen: auf sozialer, ökologischer und ökonomischer Ebene

gentechnikfreie Zone
Herr Fried Gebler hat, um der Resignation die Stirn zu bieten, eine Initiative gegründet, die erreichen möchte, eine gentechnikfreie Zone zu schaffen (ausgehend vom Kreis Heinsberg). Wichtig ist, dass die Aktion vereins- und parteiübergreifend ist. Wir entscheiden mit, ob wir in Zukunft regionale, umweltverträgliche, fair erzeugte, gesunde, vielfältige Nahrungsmittel zu uns nehmen oder eben nicht. Das heißt aber auch, dass wir wieder mehr Verantwortung übernehmen. Aber ist es das nicht auch wert? Auch für unsere Kinder? Der Verbraucher hat mehr Macht als er oft denkt: der Konzern Landliebe zum Beispiel wirbt bereits mit der Gentechnikfreiheit seiner Produkte. Ein gutes Verkaufsargument. Am 23. März 2010 gibt es nochmals für alle Interessierten einen Infoabend im Listzentrum (siehe NABU-Veranstaltungsprogramm). Wir hoffen auf rege Teilnahme. Bei Interesse strahlt Herr Gebler auch verschiedene sehr aufschlussreiche Filme zu diesem Thema aus. Gerne können Sie die Initative mit einer Unterschrift unterstützen. Nutzen wir die Chance, auf die Problematik aufmerksam zu machen! Mehr Infos können Sie bekommen bei Herrn Gebler 02436 / 339113 oder unter Tel.-Nr. 02453 / 383487 bei Frau N. Burmeister-Langen.

Naturblatt 2016

Fledermäuse im Kreis Heinsberg

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