Die Stunde der Gartenvögel 2006

Martin Temme berichtet über interessante Ergebnisse der bundesweiten NABU-Aktion. Am 12. Mai 2007 findet eine öffentliche Gartenvogelzählung in Erkelenz statt.

Der NABU hatte bundesweit dazu aufgerufen, am ersten Wochenende im Mai 2006, eine Stunde lang alle beobachteten Vögel im eigenen Garten zu notieren und zu melden. Die überwältigende Beteiligung von fast 64.000 Beobachtern in etwa 34.000 Gärten ließ die Aktion zu einem vollen Erfolg werden.
Die Medien nahmen sich des Themas gerne an und so entstand auch ein kleiner, gelungener Filmbeitrag des WDR Fernsehens (Studio Aachen) - unter Beteiligung einiger Kinder aus Wegberg-Klinkum - im Garten von Martin Gellissen.

Ergebnisse
In NRW beteiligten sich fast 6000 Beobachter in mehr als 3200 Gärten; aus dem Kreis Heinsberg liegen aus 56 Gärten Beobachtungen mit knapp über 100 Beobachtern vor. Diese Zahl lässt sich im kommenden Jahr sicherlich noch steigern. Mit 65 ist die Anzahl der kreisweit gemeldeten Vogelarten, gemessen an der relativ geringen Beteiligung, allerdings schon bemerkenswert.
Sowohl im gesamten Bundesgebiet, als auch in NRW sowie im Kreis Heinsberg bilden exakt die selben Vogelarten die „Top Ten“ – wenn auch auf zum Teil deutlich unterschiedlichen Rängen. So landete beispielsweise die Mehlschwalbe bundesweit auf Platz 7 (im Schnitt 1,9 Vögel pro Meldung), in NRW sogar nur auf dem 9. Rang (1,3), im Kreis Heinsberg jedoch auf Platz 4 (3,1). Das überrascht nicht, sind Mehlschwalben doch in kleineren, ländlichen Ortschaften noch regelmäßig vertreten, in größeren Ballungsräumen – von denen gerade NRW einige aufzuweisen hat – jedoch weitgehend verschwunden.

Die „Top Ten“ der Gartenvögel 2006

Platzierung und durchschnittliche Anzahl pro Meldung 
  Deutschland  NRW  Kreis Heinsberg 
Haussperling  1. (5,0)  2. (3,0)  3. (3,2) 
Amsel  2. (4,5)  1. (4,1)  1. (4,9) 
Kohlmeise  3. (3,1)  3. (2,9)  5. (2,9) 
Blaumeise  4. (2,5)  4. (2,4)  8. (2,4) 
Star  5. (2,3)  10. (1,2)  2. (3,7) 
Elster  6. (2,0)  6. (2,6)  9. (1,8) 
Mehlschwalbe  7. (1,9)  9. (1,3)  4. (3,1) 
Mauersegler  8. (1,8)  5. (2,4)  6. (2,9) 
Grünfink  9. (1,8)  8. (1,4)  10. (1,7) 
Buchfink  10. (1,5)  7. (1,8)  7. (2,7) 

Auch andere Vergleiche sind interessant und decken sich weitgehend mit den regionalen und überregionalen Kenntnissen der Brutvorkommen. So sind Dohlen und Türkentauben im Kreis Heinsberg weit verbreitet und mancherorts häufig anzutreffen. Das spiegelt sich auch in den Meldungen wider. Im Schnitt waren es 1,1 Dohlen und 0,6 Türkentauben pro Meldung, was weit über dem Bundesdurchschnitt (jeweils 0,2) liegt. Im Gegensatz dazu konnte der Girlitz im Bundesdurchschnitt in jedem 12. Garten festgestellt werden, NRW weist gerade einmal in jedem 32. Garten einen Girlitz auf, aus dem Kreis Heinsberg wurde überhaupt kein Girlitz gemeldet.
Diese Beispiele zeigen anschaulich, dass regional noch recht häufige Arten durchaus im Gesamttrend deutlich auf dem Rückzug sein können. Zur Beurteilung von Häufigkeiten lohnt also auf jeden Fall ein Blick über den Tellerrand.
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die allermeisten zugesandten Daten durchaus verlässlich sind und – bei Beteiligung vieler Beobachter über einige Jahre hinweg – einen Bestandstrend der Vögel unserer Städte und Ortschaften aufzeigen können.

Mitmachen

Möchten auch Sie vom 11.-13. Mai 2007 dabei sein und während einer Stunde ihrer Wahl alle Vögel in Ihrem Garten oder einer Grünanlage notieren? Unter den Teilnehmern an der bundesweiten NABU-Aktion werden attraktive Preise verlost. Weitere Infos und Meldebögen gibt es unter: www.stunde-der-gartenvögel.de.
Außerdem laden wir Sie herzlich mit Ihrer ganzen Familie zu unserer „Gartenvögel“-Veranstaltung am 12. Mai um 9.00 Uhr im Ziegelweiherpark (Eingang Burgparkplatz) in Erkelenz ein.

Fledermäuse im Kreis Heinsberg

Kiddys Club

Jobbörse

Machen Sie uns stark

Online spenden

Spendenformular
Einfach ausdrucken, ausfüllen, fertig.
Spendenformular Verein.pdf
Adobe Acrobat Dokument [93.9 KB]
Download